Rosenkranz-Sonette

Mein jüngstes Buch ist da!

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Der Rosenkranz, das alte meditative Gebet, wird hier in Form von 33 Sonetten besungen, geschildert, erläutert. Das ist nicht „gedankenloses Murmeln“, wie Rosenkranzbetern oft (zu Unrecht) vorgeworfen wird, sondern souveräne Herangehensweise an eine Gebetstradition, die die innere Ruhe und das Nachdenken fördert – und offenbar auch das Dichten.

Mit Bildern aus dem Rosenkranz-Atelier von Maryse Fritzsch-Thillens.

Paperback 10,00 € / Gebunden 16,00 € / e-book 3,99 €


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Vorab schon mal ein Sonett und ein Bild!

Jesus, der von den Toten auferstanden ist

Sie kamen voller Trauer, und sie fanden
Das Grab geöffnet, Jesu Leichnam fort.
Ein Bote saß dort, sprach das frohe Wort:
„Er ist nicht hier, denn Er ist auferstanden!“

Voll Schrecken flohen sie von jenem Ort,
Da noch die Ängste ihre Sinne banden.
Sie schwiegen erst. Doch eine hat verstanden –
Sie ging zurück – sah Ihn lebendig dort.

„Sagt Seinen Jüngern: Er geht euch voraus!“
So hatte sie’s gehört und richtet’s aus,
Aus Magdala die siebenfach Befreite.

Maria, wenn wir stumm vor Schrecken sind,
Wenn Angst uns schweigen lässt von Deinem Kind,
Dann mach uns Mut und gibt uns dein Geleite.

glorreich

Sonette und Prosa

Ich arbeite zur Zeit abwechselnd an zwei ganz verschiedenen Büchern: Einem theologischen Buch, bei dem ich Herausgeberin bin, die Sprache vorsichtig modernisiere und Anmerkungen schreibe (mehr verrate ich jetzt nicht) und einem größeren Sonettzyklus, in dem Maria eine wichtige Rolle spielt. Wer meinen Band Zyklische Sonette mag, darf sich schon mal freuen. Wer ihn nicht kennt, kann ihn kaufen und danach beschließen, ob er den nächsten Band auch will.

Ein weiterer Gedichtband ist in Arbeit und wird wohl irgendwann demnächst erscheinen. Pläne für die Zukunft habe ich auch schon mehrere. Schreiben ist ja nichts, was man einfach irgendwann aufgibt.

Heute ist Mariä Geburt

… und ich hole ein Gedicht hervor, das ich beim Wiederlesen immer noch gerne mag – und das in einem Gedichtband steht, den ich voll und ganz empfehlen kann -, obwohl ich mich mit den darin sanft abgelehnten Bildern längst angefreundet habe.
Sie ist beides – „Frau der Schmerzen“ und Himmelskönigin.

Maria

So mythisch überhöht, mit Sternenkrone,
umschwebt von Rosen, auf dem Erdball stehend,
zierlichen Fußes eine Schlange tötend –
seh ich dich nicht, du Mutter meines Freundes.
Ich seh dich nicht in einem blauen Mantel,
der alle Welt umhüllt, und nicht auf Wolken
in blaue Höhen fahrend, auch nicht kniend
im Himmelssaal, gekrönt von deinem Sohne.

Ich sehe dich als eine Frau der Schmerzen,
die sah, wie man den Sohn zu Tode foltert,
und die nicht floh in seiner Todesstunde,
die unterm Kreuz ersticktes Röcheln hörte,
und die mit Grausen wahrnahm, wie die Fliegen
den wehrlos langsam Sterbenden bedeckten –

und die viel später ahnte, daß er lebte.

aus: Lass mich bekennen Deine Mandelblüte, tredition 2015